Erweiterung eines Hauses: Welche Vorschriften gibt es?

Sie wollen Ihre Wohnfläche vergrößern, einen Wintergarten bauen oder einen Parkplatz anlegen? Wer über bauliche Maßnahmen zur Hauserweiterung nachdenkt, hat unterschiedliche Möglichkeiten. Sie können Ihr Haus sowohl in der Höhe als auch Breite und Länge erweitern. Ebenso lässt sich eine Hauserweiterung am Eigentum, einer gewerblichen Immobilie oder einem Mietobjekt realisieren. Bedenken Sie jedoch, dass nicht jede Erweiterung eines Hauses zulässig ist. Grundlage jeder Hauserweiterung sind geltende Bebauungsvorschriften und baurechtliche Richtlinien.

Was aber ist eine Hauserweiterung, welche Maßnahmen können Sie ergreifen und wie gestaltet sich die Gesetzeslage? Lesen Sie nachfolgend alles über das Bauvorhaben.

Das Wichtigste zur Hauserweiterung auf einen Blick:

  • Eine Immobilie kann verlängert, verbreitert oder erhöht werden.
  • Mit einer Hauserweiterung erhalten Sie mehr Nutzungsfläche und steigern den Wert der Immobilien.
  • Erst mit einer Baugenehmigung ist eine Hauserweiterung erlaubt.

 

Was ist eine Hauserweiterung?

Eine Hauserweiterung meint eine Baumaßnahme, die das Ziel hat, bestehenden Wohnraum zu erweitern sowie die eigentliche Nutzfläche zu vergrößern. Neben einem Anbau gehören zur klassischen Hauserweiterung die Dachaufstockung, das Anlegen einer Terrasse und eines Wintergartens. Der Wunsch nach einer Erweiterung eines Hauses kann unterschiedliche Gründe haben. Eventuell steht Familienzuwachs ins Haus, man wünscht sich mehr Platz für seine Hobbys oder möchte ein separates Homeoffice einrichten, um nur einige zu nennen.

Vorteile einer Hauserweiterung

Der ersichtliche Vorteil einer Hauserweiterung ist der Platzgewinn. Ferner geht eine Hauserweiterung immer mit der Steigerung des Immobilienwerts einher, da ein wesentlicher Faktor der Wertermittlung auf der Wohnfläche beruht. Wird ein Mietobjekt vergrößert, kann der Eigentümer unter Umständen die Mieten höher ansetzen.

Maßnahmen für die Erweiterung einer Immobilie

Es gibt drei Wege der Hauserweiterung. Sie können das Haus verlängern, verbreitern oder erhöhen. Eine Verlängerung kommt bei sehr schmalen Häusern in Betracht, wobei hier meist der Anbau an der Rückseite des Hauses erfolgt. Von einer Verbreiterung als Hauserweiterung profitieren vor allem freistehende Häuser. Der Anbau wird in dem Fall rechts oder links gesetzt. Bei der Erhöhung handelt es sich um eine sogenannte Aufstockung. Diese Art der Hauserweiterung ist ideal für all jene, die sich ein zusätzliches Dachgeschoss wünschen. Wichtig dabei ist neben der Bebauungsvorschrift, die Statik des Hauses genau zu prüfen.

Zu den gängigsten Hauserweiterungen zählen:

  • Anbau
  • Wintergarten
  • Balkon
  • Terrasse
  • Garage
  • Keller
  • Dachgaube
  • Dachgeschoss
  • Bungalow

Baurecht und Erlaubnisfähigkeit bei der Hauserweiterung prüfen

Ob Hausbau oder Hauserweiterung, für beides zählen gleichermaßen baurechtliche Richtlinien des öffentlichen Baurechts. Das bedeutet, dass eine Hauserweiterung nur mit einer offiziellen Baugenehmigung möglich ist. Den Bauantrag stellen Sie dazu bei Ihrer örtlichen Baubehörde. Prüfen Sie im Vorfeld direkt neben der technischen auch die rechtliche Machbarkeit und informieren Sie sich über Baupläne und die gesetzlichen Baubestimmungen für die Erweiterung in Ihrer Nachbarschaft. Auskunft erhalten Sie ebenso bei der für Sie zuständigen Baubehörde.

Haben Sie einen Bauantrag über die Hauserweiterung gestellt, wird diese unter anderem hinsichtlich folgender Faktoren geprüft:

  • aktueller Bebauungsplan
  • Größe des Grundstücks
  • Entfernung zu den Grundstücksgrenzen
  • optische Wirkung in Bezug auf die Nachbarschaft
  • möglicher Schattenwurf
  • versiegelte Bodenflächen
  • Installationen für Abwasser, Frischwasser oder Heizung

Wollen Sie ein Gartenhäuschen, eine freistehende Garage, ein Carport oder ein Gewächshaus mit vorgeschriebener Maximalgröße errichten, ist dies meist ohne eine Baugenehmigung möglich. In vielen Bundesländern müssen diese jedoch über eine Bauanzeige bei der Gemeinde angekündigt werden. Bauanzeigen, die keiner gesonderten Baugenehmigung benötigen, sind eine vereinfachte Form der Antragsstellung. Dieses hat bei Bauvorhaben zu erfolgen. Einzureichen ist dabei eine Planskizze inklusive Beschreibung und der Energieausweis. Wichtig: Erst wenn die zuständige Gemeinde der Bauanzeige stattgegeben hat, dürfen Sie mit Ihrem Bauprojekt loslegen.

Idealerweise holen Sie sich für eine Hauserweiterung von Beginn an professionelle Hilfe ins Boot. Ziehen Sie einen Architekten oder Bauprofi hinzu oder kontaktieren Sie die Experten rund um Immobilien von iad. Gerne beraten wir Sie unverbindlich zu Ihren Bauvorhaben. Vielleicht empfiehlt es sich, statt einer Hauserweiterung über einen Umzug in eine größere Immobilie nachzudenken. In dem Fall sind Sie bei unseren professionellen Immobilienberatern genau richtig.

Inhalt des Beitrags

Kaufen, verkaufen oder vermieten Sie Ihre Immobilie mit iad

Dank unabhängiger Immobilienberater in ganz Deutschland begleitet iad Sie bei allen Schritten Ihres Projekts.

iad De mobile